not so urban podcast nr.56: Ronja von Wurmb-Seibel (Autorin „Ausgerechnet Kabul“)

Ich hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit in der Mannheimer Feuerwache eine Lesung mit Ronja von Wurmb-Seibel zu erleben. Im Rahmen einer Veranstaltung, in der sie von Roger Willemsen vorgestellt wurde, las sie aus ihrem Buch „Ausgerechnet Kabul“ und schilderte darin den Alltag in der afghanischen Hauptstadt aus der Perspektive der Bewohner. Ungewöhnlich war, dass sie schon in ihrer ZEIT-Kolumne „Ortszeit Kabul“ als damals 27 jährige ein ganz anderes Bild von dieser Stadt vermittelte, als ich es bis dato gewohnt war.

So geht es immer um die Perspektive der Menschen, die trotz des Krieges Afghanistan als Heimat empfinden, dort leben und leben möchten, und versuchen dabei etwas wie Normalität aufrecht zu erhalten. Dieses sehr nahe, und greifbare Sichtweise macht einiges verständlich und fühlbar, was sich in den Medienbeiträgen, die in der Regel auf das reine Kriegsgeschehen, auf Anschläge und Entführungen konzentriert sind, nicht vermitteln lässt.

Der Enthusiasmus und die persönliche Verbundenheit zeigt sich auch in dem Interview, in dem wir über ihre Zeit in Afghanistan, aber auch über ihr Filmprojekt „True Warriors“, dem eine tragische, aber auch aufbauende Geschichte zu Grunde liegt, sprechen.

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Buchmesse 2019 – Resümee

Im Zug, auf der samstäglichen Heimfahrt von der Frankfurter Buchmesse 2019, liess ich die Gedanken, die mir beim Besuch kamen, nochmal kurz Revue passieren.  Ich schrieb eine schnelle Zusammenfassung für die Autorengruppe in Facebook, und  habe diese jetzt noch einmal korrigiert, erweitert und überarbeitet.  Und gleichzeitig soll es eine Entschuldigung an alle sein, die ich eigentlich treffen wollte (Ich werde das noch persönlich machen. Aber der Reihe nach und im Schnelldurchlauf).

Von der Publikumsseite fand ich die Messe voller als je zuvor. Das kann aber auch daran liegen, dass die Fläche insgesamt kleiner war. (Die Messehallen im hinteren Portal waren quasi gar nicht mehr im Rahmen der Buchmesse belegt. Halle 6.2 war zur Hälfte leer. Ähnlich sah es, glaube ich, auch im EDU-Bereich, Halle 4.2 aus).

Im Comic- und Fantasybereich hatte ich den Eindruck, dass einige Verlage eher nach Dreieich auf die BuchmesseCon ausgewichen sind. Aber ich kann mich auch täuschen. In meiner Twitter-Timeline war die BuchmesseCon auf jeden Fall sehr präsent, angesagt und vielbeachtet. So sehr, dass ich fast zu einer Planänderung geneigt war. weiterlesen…

not so urban podcast nr.53: Esther Bertram (Autorin „Skyle“ )

Esther Bertram ist mit ihrem Buchprojekt „Skyle“ sehr ungewöhnliche Wege gegangen. Im Gegensatz zu vielen Selfpublishern hat sie eine Variante der Veröffentlichung gewählt, die bisher in Deutschland eher selten genutzt wird. „Skyle“ wurde komplett über ein sogenanntes Crowdfunding finanziert.

Der Erfolg des Crowdfundings ist sehr beeindruckend und weist einen Weg, wie Autor*innen in Zukunft veröffentlichen können . Und wie sehr sich das Verlagswesen in einer Wandlung befindet.

Das Projekt „Skyle“ nutzt dabei multimediale Möglichkeiten, aber auch die Varianten der persönlichen und digitalen Vernetzung. Wie das geht, wie man so etwas macht, und um was es eigentlich in „Skyle“ geht, darüber unterhalte ich mich mit Esther Bertram.

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not so urban podcast nr.52: Nicole Böhm (Autorin, „Die Chroniken der Seelenwächter“ )

Ich traf Nicole Böhm in einem Straßencafe in Speyer. Nicole Böhm fiel mir bei einem Vortrag innerhalb des Litcamps 2019 in Heidelberg auf. Mich beeindruckte vor allem ihr sympathischer, sehr strukturierter Vortrag, den ich per Livestream sah. Sie schilderte darin ihre Arbeitsweise, gab Tipps, liess einen Einblick in den Aufbau und die Struktur ihres Schreibens zu und vermittelte ihr Wissen so professionell, dass mir viel daran lag mehr darüber zu erfahren.

Wir unterhalten uns also, in einer durchaus lebhaften Live-Atmosphäre über den Prozess ihres täglichen Wirkens, ihre Protagonisten, die Wahl der Ersten und dritten Person, sowie auch kurz über Scrivener, einem Programm, dass ich selbst sehr schätze. weiterlesen…

not so urban podcast nr.44: Neal Skye

Es hat eine ganze Weile gedauert, und wir sprachen schon vor langer Zeit darüber, aber Neal ist ein erstaunlich umtriebiger und präsenter Autor, so dass es erst jetzt zu einem Termin kam.

In einem halbstündigen Interview beleuchten wir das Thema Recherche, genauso wie die Aktivitäten im Social Media Bereich, die heute fast zum normalen Tätigkeitsspektrum eines Schriftstellers gehören. weiterlesen…

not so urban podcast nr.43: Anne Bauer (eigenleben.jetzt)

eigenleben.jetzt ist ein spannendes Projekt von Anne Bauer und Ulrike Ziegler. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Seiten, die sich mit dem Älterwerden beschäftigen, findet eigenleben.jetzt eine andere Sprache und Herangehensweise zu diesem Thema.Im Interview stellt Anne das Magazin für die Jugend von Gestern vor und berichtet von der Entstehung, der Philosophie und den Hintergründen. Zur Zeit befindet sich eigenleben.jetzt imVoting für den Grimme Online Award. Wer möchte, kann im Augenblick noch dafür stimmen.Wer die Seiten besuchen möchte, und sich selbst ein Bild davon machen will, der findet sie auf: https://eigenleben.jetzt weiterlesen…

not so urban podcast nr.41: Andreas Allgeyer (über „not so urban“)

Ein Zwischen- Podcast außer der Reihe. Da ich mir nicht sicher war, ob ich für Mittwoch tatsächlich Inhalte habe, plauderte ich einfach mal über das Podcasten.

Zwar habe ich schon einige Artikel darüber geschrieben, aber hier fasse ich einfach mal zusammen, wie alles begann, was ich mir dabei gedacht habe und warum ich das mache.

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not so urban podcast nr.40: Hannah (queerBUCH.wordpress.com)

Es geht um Buchblogs, ums Schreiben, um Autoren, aber vor allem geht es um einen Teil der Literatur den Hannah mit viel Engagement vorstellt: Es geht um queere Literatur, also Bücher für alle Menschen, die sich für Geschichten mit LGBT-Inhalten interessieren.

Hannah geht mit großer Begeisterung und einer ansteckende Liebe zur Literatur an das Thema ran, und spricht im Interview über die Beweggründe, über Bücher, über Sparten, Genres und warum es queere Buchblogs braucht.

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not so urban podcast nr.37: Valentin Bachem

Wer zum ersten Mal das Wort „Barcamp“ hört, mag sich etwas falsches darunter vorstellen. Mir ging es genauso. Dabei handelt es sich um eine ganz großartige Sache, die sich jedes Jahr in Heidelberg stattfindet. Ich hatte das große Glück einen der Organisatoren, Valentin Bachem, zu treffen. Und konnte mich dabei über die Hintergründe und die Geschichte informieren.

Es ist geeignet für jeden wißbegierigen Menschen. Ein Barcamp führt Menschen zusammen, die ihr Wissen erweitern wollen und offen für Neues sind. Ein Barcamp sei daher jedem Menschen ans Herz gelegt, der oder die seinen Horizont erweitern, neue Leute kennen lernen und Kontakte knüpfen will. Es dient der Vernetzung und gibt eine Chance mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen.

Ich hätte mir keinen besseren Interviewpartner für dieses Thema wünschen können. Valentin bringt zum einen die Begeisterung mit, den Hörer für diese Veranstaltung zu entfachen, aber kann gleichzeitig auch das große Spektrum an Möglichkeiten aufzeigen, die sich dem Einzelnen dadurch bieten. Und wer nun immer noch nicht weiß, was es geht, dem sei dieses Interview unbedingt ans Herz gelegt.

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not so urban podcast nr.36: Carolin Sandner

Carolin Sandner ist mit ihrem aktuellen Buch „Die Musik des Jenseits – Stakkato“ gut durchgestartet, und so knüpfen wir genau an diese Themen an: Wie macht sie das mit dem Schreiben? Wann schreibt sie? Wie kam sie an einen Verlag? Um was geht es in dem Buch? Und wie geht sie mit Themen Buchbloggern, Werbung, sozial Media und gleichzeitig Familie und Job um? Viel zu besprechen, und spannend zu hören, wie unterschiedlich die Wege sind, und wie sie die Dinge angeht, die heutzutage einfach dazu gehören. weiterlesen…