not so urban podcast nr.56: Ronja von Wurmb-Seibel (Autorin „Ausgerechnet Kabul“)

Ich hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit in der Mannheimer Feuerwache eine Lesung mit Ronja von Wurmb-Seibel zu erleben. Im Rahmen einer Veranstaltung, in der sie von Roger Willemsen vorgestellt wurde, las sie aus ihrem Buch „Ausgerechnet Kabul“ und schilderte darin den Alltag in der afghanischen Hauptstadt aus der Perspektive der Bewohner. Ungewöhnlich war, dass sie schon in ihrer ZEIT-Kolumne „Ortszeit Kabul“ als damals 27 jährige ein ganz anderes Bild von dieser Stadt vermittelte, als ich es bis dato gewohnt war.

So geht es immer um die Perspektive der Menschen, die trotz des Krieges Afghanistan als Heimat empfinden, dort leben und leben möchten, und versuchen dabei etwas wie Normalität aufrecht zu erhalten. Dieses sehr nahe, und greifbare Sichtweise macht einiges verständlich und fühlbar, was sich in den Medienbeiträgen, die in der Regel auf das reine Kriegsgeschehen, auf Anschläge und Entführungen konzentriert sind, nicht vermitteln lässt.

Der Enthusiasmus und die persönliche Verbundenheit zeigt sich auch in dem Interview, in dem wir über ihre Zeit in Afghanistan, aber auch über ihr Filmprojekt „True Warriors“, dem eine tragische, aber auch aufbauende Geschichte zu Grunde liegt, sprechen.

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not so urban podcast nr.55: Anna (Über den Tellerrand)

Ein Projekt, dessen Idee mir auf Anhieb gefiel,  ist „Über den Tellerrand“.  Wenn Menschen zum Essen zusammen kommen, dann kann das nur positiv ausgehen. „Über den Tellerrand“ veranstaltet Abende mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen, die beim gemeinsamen Kochen und Geniessen der Speisen, Einblicke in ihre Kulturen vermitteln.

Im Interview berichtet Anna über die Möglichkeiten und bisherigen Aktion dieses Konzepts, erzählt von dem logistischen Aufwand, aber auch von dem Spaß, den es macht.

Die Art und Weise, wie dabei vorgegangen wird,  ermöglicht eine sehr einfache Teilnahme, denn jeder ist eingeladen, ein gemeinsames Essen mit „Über den Tellerrand“ zu erleben. weiterlesen…

not so urban podcast nr.54: Emine Yildirim (Mehrgenerationenhaus Heidelberg )

Das Mehrgenerationenhaus in Heidelberg steht bei vielen sozial engagierten Organisationen und Vereinen als Treffpunkt und hilfreicher Begleiter zur Verfügung. Aber was ist das Mehrgenerationenhaus? Was leistet es, was will es bewirken und wer steckt eigentlich dahinter?

Frau Emine Yildirim gewährt im Gespräch einen spannenden Einblick in ein umfassendes Projekt, dessen Breitenwirkung sich nach und nach entfaltet. Nicht nur die Atmosphäre war dabei einzigartig – wir saßen in einer Holz-Jurte.  Auch die Vielfalt der Leistungen des Mehrgenerationhauses sind in ihrer Menge ein Alleinstellungsmerkmal. Und verdienen Aufmerksamkeit. weiterlesen…

not so urban podcast nr.53: Esther Bertram (Autorin „Skyle“ )

Esther Bertram ist mit ihrem Buchprojekt „Skyle“ sehr ungewöhnliche Wege gegangen. Im Gegensatz zu vielen Selfpublishern hat sie eine Variante der Veröffentlichung gewählt, die bisher in Deutschland eher selten genutzt wird. „Skyle“ wurde komplett über ein sogenanntes Crowdfunding finanziert.

Der Erfolg des Crowdfundings ist sehr beeindruckend und weist einen Weg, wie Autor*innen in Zukunft veröffentlichen können . Und wie sehr sich das Verlagswesen in einer Wandlung befindet.

Das Projekt „Skyle“ nutzt dabei multimediale Möglichkeiten, aber auch die Varianten der persönlichen und digitalen Vernetzung. Wie das geht, wie man so etwas macht, und um was es eigentlich in „Skyle“ geht, darüber unterhalte ich mich mit Esther Bertram.

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not so urban podcast nr.52: Nicole Böhm (Autorin, „Die Chroniken der Seelenwächter“ )

Ich traf Nicole Böhm in einem Straßencafe in Speyer. Nicole Böhm fiel mir bei einem Vortrag innerhalb des Litcamps 2019 in Heidelberg auf. Mich beeindruckte vor allem ihr sympathischer, sehr strukturierter Vortrag, den ich per Livestream sah. Sie schilderte darin ihre Arbeitsweise, gab Tipps, liess einen Einblick in den Aufbau und die Struktur ihres Schreibens zu und vermittelte ihr Wissen so professionell, dass mir viel daran lag mehr darüber zu erfahren.

Wir unterhalten uns also, in einer durchaus lebhaften Live-Atmosphäre über den Prozess ihres täglichen Wirkens, ihre Protagonisten, die Wahl der Ersten und dritten Person, sowie auch kurz über Scrivener, einem Programm, dass ich selbst sehr schätze. weiterlesen…

not so urban podcast nr.50: Julia Herrmann (chestnutandsage.de): Es geht um Bienen!

Julia Herrmann von chestnutandsage.de war eine der Ersten, die sofort zugesagt hatten. Ihrer Geduld, ihrem Enthusiasmus und ihrem Bekanntheitsgrad ist es zu verdanken, dass ich ohne langes Überlegen, in das Thema Podcast gestiegen bin.

Im Podcast Nr. 11 findet sich ein früher, weitgehend unbearbeiteter Podcast, der in einem Stuttgarter Cafe aufgenommen wurde. Historisch, wichtig, charmant und auf jeden Fall eines der schönsten Treffen überhaupt: https://notsourban.com/podcast/not-so-urban-podcast-nr-11-julia-herrmann

Nach fast einem Jahr haben wir den Faden wieder aufgenommen, denn ein Thema hat sich aktuell in den Vordergrund gedrängt. Die Biene! Als wir im dem 11ten Podcast darüber sprachen, war es eines spannende, wilde Sache, die für mich, den reinen Beobachter, eine romantische und verwegene Seite hatte. Mittlerweile hat sich einiges in der Betrachtung nach vorne gedrängt. Es geht um Milben, Seuchen, aber vor allem darum, was jeder Einzelne tun kann, um nicht nur die Wildbiene, sondern auch die Nutzbiene zu schützen. Die Gefahren sind mannigfaltig, das Thema vielschichtig und die .genaue Betrachtung notwendig. Wir gehen daher auf einen Aspekt ein, der die Bedeutung der regionalen Biene in den Vordergrund stellt und einige Punkte der industriellen Honiggewinnung beleuchtet.

In diesem Zusammenhang, und weil wir einige Dinge nur anschneiden können, die dennoch wichtig sind, ein paar weiterführende Links zum Thema. weiterlesen…

not so urban podcast nr.49: Kathrin Tschorn (marshmallow-maedchen.de)

Auf den Seiten von marshmallow-maedchen.de geht es um Körper, Körpergefühle und Body Positivity. Mit Kathrin Tschorn,  die hinter dem Projekt steht, unterhalte ich mich über das Selbstbild zu unserem Körper, und der persönlichen, wie auch gesellschaftlichen Bedeutung.

Interessant und wichtig dabei ist, wie vielschichtig sich das Thema darstellt, und sich in verschiedene Bereiche hinein bewegt. 

marshmallow-maedchen.de geht das selbstbewusst und gezielt an, klärt auf, verbindet und bildet dadurch eine Community, die es wert ist,  in ihrer Ausrichtung genauer zu betrachten. weiterlesen…

not so urban podcast nr.48: Corinn & Chima (NAGGISCH Unverpackt einkaufen in Neckargemünd)

Ich traf mich in Neckargemünd mit Corinn und Chima. Dort, in der kleinen Gemeinde, nahe Heidelberg, starten sie ein gemeinsames Projekt, dass die sowohl die Versorgung, aber auch das Einkaufen vor Ort neu beleben wird. 

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion werden sie – voraussichtlich in diesem Herbst – in Neckargemünd einen eigenen Unverpackt-Laden eröffnen, den sie „NAGGISCH- unverpackt einkaufen in Neckargemünd“ nennen.

Ich habe mich mit ihnen in ihrem Garten darüber unterhalten, was das für sie, für Neckargemünd bedeutet, und wie sehr sich unverpackt Läden in der Ausrichtung von sogenannten normalen Läden unterscheiden. Wie heben sie sich in der Auswahl der Waren,  dem Kundenkreis, ihrem Service von den regulären Discountern ab und was bedeutet das für die Gemeinde Neckargemünd.  weiterlesen…

not so urban podcast nr.47: Maren interviewt Andreas Allgeyer (notsourban.com)

Ich habe mir überlegt, dass es vielleicht keine schlechte Idee wäre, von Zeit zu Zeit die Rollen zu tauschen und einige Interviews aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

In dieser Folge stellt Maren mir die Fragen. Ich bin dieses Mal der Gast, und wir versuchen die Motivation für meine Interviews zu ergründen. Maren macht das dabei so charmant, dass ich sicherlich viel zu sehr ins erzählen komme, aber es hat so viel Spaß gemacht, dass es nun ohne weitere Schnitte online geht und die Sommerpause damit offiziell beendet. weiterlesen…

not so urban podcast nr.46: Lisa & Daniel (Chancen gestalten)

Lisa und Daniel von „Chancen gestalten“ berichten über die beispielhafte Arbeit ihres Vereins. Mit einem sehr klaren, einfachen Konzept bietet „Chancen gestalten“ Möglichkeiten zum Kennenlernen und der Integration der Geflüchteten in einem sozialen Umfeld.

Wie sie dabei vorgehen, was man dabei erlebt und wie eine Beteiligung machbar ist, zeigen sie in dem Interview auf. Dabei ergibt sich eine Variante des persönlichen Kennenlernens , die weit über die Meldungen der Medien hinausgeht.

Chancen gestalten“ ist ein angenehmes Beispiel, wie mit einfachen Mitteln Dingen ermöglicht, die allen Menschen helfen und dabei gleichzeitig den persönlichen Horizont bereichern können. Spaß macht auf jeden Fall auch die Begeisterung mit denen meine Interviewgäste über ihre Tätigkeit berichten.

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