Hamburg

St.Pauli

Hamburg brachte mich auf die Idee. Singlespeed und Fixies sind sogenannte Urban-Bikes. Sie kommen aus der Stadt, sie werden in der Stadt genutzt. Sie eignen sich hervorragend für kurze, schnelle Distanzen, werden als wendig angesehen und entsprechen einem Lebensgefühl, dass vor allem kurze Distanzen schneller als mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr überwinden will.

Fährt man weiter raus, auf das Land, dann wird das Single-Speed seltener gesehen. Eigentlich ist es fünf Kilometer außerhalb der Stadt schon weit weg von seinem natürlichen Habitat. Das Singlespeed-Rad wird auf Feldwegen und der Landstraße von eBikes und semi-professionellen Sporträdern abgelöst.

Es gibt einfache Gründe, warum es nicht zu den empfehlenswertesten Dingen gehört, ein Singlespeed aus der Stadt heraus zu führen. Aus dem Stand ist es nicht für die Überwindung von Höhen gedacht. Anstiege sind beschwerlich und oft auch mit sehr viel Übung nicht zu schaffen. Die Geschwindigkeit, obwohl es ausgefahren werden kann, erscheint begrenzt und nicht passend, wenn all die Rennradfahrer überholen und im Horizont verschwinden.

Trotzdem und gerade deshalb wird sich dieses Blog auch mit Fahrten beschäftigen, die in einer eher ländlichen Umgebung stattfinden. Es zieht mich immer wieder in Städte, doch ich möchte nicht davor zurückschrecken jederzeit diese zu verlassen.

Warum war es Hamburg, das mich auf die Idee brachte? Hamburg ist eine typische Stadt, in der schnelle, schmale Räder ihre Vorteile haben. Die Anzahl Singlespeeds, die man hier sieht, ist beträchtlich. Geradezu beneidenswert ist die Form- und Farbenvielfalt. Trotzdem führte mich meine Anreise erstmal von Uelzen mit dem Fahrrad in diese Stadt, weil kurz vor meinem Reisebeginn ein Sturm die Bahnstrecke nach Hamburg ab Hannover lahmgelegt hatte. Ich fuhr also mit Rucksack aus Uelzen los, und bemerkte wieder mal, wie wenige Menschen auf solchen Strecken überhaupt Radfahren, und mit welcher zunehmenden Exotik ein Eingangfahrrad darauf unterwegs ist.

Zudem lag mein bisheriges Blog brach, erholte sich nicht mehr, und wenn ich schon etwas mache, was nicht so ganz der Norm entspricht, dann kann ich schließlich auch darüber schreiben. Deswegen.

Wer mehr über Hamburg lesen will, kann sich zum Beispiel meinen Beitrag über den Friedhof in Ohlsdorf ansehen.

Einen Beitrag zu Wilhelmsburg und dem dort stattfindenden MS Dockville findet ihr hier: MS Dockville , der erste Tag und hier MS Dockville, der zweite Tag

(wird fortgesetzt – noch in Bearbeitung)

Ein kleiner Vergleich der Radweg-Situation in Heidelberg vs. Hamburg: Stadtfahren

Eine Galerie zum MS-Dockville 2018 findet sich hier: Hamburg-MS-Dockville 2018

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