not so urban-Tour Ein Vowort!

Als ich vor einigen Monaten des Nachts in Hamburg an diesen Seiten zu arbeiten begann, wollte ich eigentlich das Thema „Singlespeed“ in den Vordergrund stellen und feiern.

Mittlerweile jedoch haben sich die Prioritäten etwas verschoben, und das Fahrradfahren prägt nicht mehr das Bild dieses Blogs. Die Podcasts, die mir sehr viel Freude bringen, machen den größten Teil und Charakters des Blogs aus. Für sie werbe ich, sie stelle ich in den sozialen Medien vor, und ein nicht geringer Teil meiner Freizeit ist ihnen gewidmet. Nichts daran ist falsch. Im Gegenteil, ich freue mich darüber, möchte in diese Richtung noch viel mehr machen und bin für jeden Anstoss, jeden Interviewgast, jede Idee und alles was damit zu tun hat, mehr als nur dankbar. Durch die Podcasts lerne ich. Sehr viel und die ganze Zeit.

Was meine Vistenkarte sagt..

Dennoch: Wer eine Visitenkarte von mir bekommen hat, der sieht darauf noch folgende Unterzeile: „blog about singlespeeds, literature and more“. Auch auf den Seiten selbst steht unterhalb des Logos „talks, stories, cycling, culture, people and more“.

..und was der Titel sagt.

Der Titel „not so urban“ bezog sich in erster Linie auf die Nutzung des „Singlespeed“-Fahrrads. Ist aber, und darüber bin ich froh, so weit und offen, dass ich nicht an dieses Thema gebunden bin. Trotzdem dachte ich ursprünglich an meine Art des Fahrradfahrens. Ein „Singlespeed“-Fahrrad ist kein Fixie, auch wenn es wesensverwandt ist und aus dieser Richtung seinen Schub bekam. Ein „Singlespeed“-Fahrrad ist eine Reduktion und der konsequente Verzicht auf eine Gangschaltung. Es gibt mittlerweile Varianten mit automatischen Schaltungen, die unsichtbar wirken und den Eindruck eines Eingang-Fahrrads erwecken. Aber darum geht es nicht. Es geht um die billige, einfach zu wartende Konzentration auf das Wesentliche.

„Singlespeeds“ haben einen urbanen Charakter. Sie taugen scheinbar nicht für Landpartien, werden daher vorzugsweise mit kleinen Lenkern ausgeliefert, um im Stadtverkehr Kollisionen zu vermeiden und Lücken zu nutzen. Dinge, die bei anderen Rädern normal sind (Schutzblech, fest montierte Beleuchtung, Schlosshalterungen, Stoßdämpfer etc.) werden weggelassen und machen den Anschein eines leichten, problemlosen Fahrrads aus.

Ich bin technisch nicht sehr versiert. Mir gefiel die Attitüde eines robusten Rades, dass gerne von Kurieren benutzt wird und tauglich ist für hunderte von Kilometern auf asphaltierten Fahrbahnen. Ich kenne mich bei Markennamen nicht besonders gut aus, lese keine Fahrradzeitschriften, und nur sehr wenige Blogs zum Thema. Mich langweilen Testberichte einzelner Komponenten und ich kaufe lieber günstige Räder, die ich hinterher mit starken Teilen, die mir mein Händler empfiehlt, upgrade.

Wie ich fahre…

In meinen Tourenberichten muss ich das Rad den Berg hochschieben, Treppen hochtragen, fluchen und mich einsam fühlen. Ich mache keine perfekten Touren, ich betätige mich als Pfadfinder, und wenn ich es die verdammte Anhöhe nicht hoch schaffe, dann wird das Ding halt getragen oder geschoben. Was immer gerade anfällt.

…und was ich dabei trage.

Ich trage vorzugsweise Baumwollkleidung, T-Shirts, die entweder Comicfiguren, Bandlogos oder dumme Sprüche über irgendwas zeigen, keine einrastenden Click-Clack-Schuhe, und auf dem Rücken habe ich einen zu schweren Rucksack, in den ich alles reinstopfe, was ich für wichtig halte. Und das kann viel sein. Ich sehe nicht nach sportlichen Fahrradfahren aus. Und ich betrachte das, was ich mache, auch nicht als Sport. Mir ist das ziemlich egal, ob ich schneller oder langsamer bin. Ich will Dinge sehen, und hinterher darüber erzählen. Mehr passiert also nicht. Und wenn euch das gefällt, dann plaudere ich hier immer mal wieder darüber.

Für die Heidelberger und den Sommer

Da nun der Sommer beginnt, die Tage länger werden, das Wetter ziemlich gut ist, möchte ich eine kleine Serie mit den Wochenendtouren starten. Wer in Heidelberg und Umgebung wohnt, wird vielleicht seine Freude daran haben, denn in erster Linie stelle ich natürlich einiges aus dem Rhein-Neckar-Raum vor. Und nochmal: Es geht nicht um das konsequente Aufbereiten einer Tour, die jedem die Möglichkeit gibt, problemlos damit voran zu kommen. Das funktioniert nicht. Es geht um Inspiration. Ich stelle vor, was geht, aber hin und wieder enthält eine solche Tour auch Momente, die mir zu schaffen machten, nicht sonderlich schön waren und vermeidbar sind. Ich lerne dazu, nächstes Mal mache ich es anders, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass ich zweimal denselben Weg nehme, nur weil ich ihn kenne. Im Gegenteil.

Nicht wundern: Die Touren werden nicht großartig beworben. Das ist schließlich nichts, an dem die Welt genesen soll, kein Expertenwissen, kein Weiterreichen von Geheimnissen, nur Notizen für die, die es interessiert. Und für jene, denen es Spaß machen könnte. Wenn ihr Lust dazu habt, dann geht es morgen schon los. Lasst was von euch hören, ich freue mich darauf und lade euch ein immer mal wieder vorbei zu schauen.

Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.