MS Dockville, der zweite Tag

Das Wetter. Immer erst mal das Wetter. Sonne satt, und das den ganzen Tag. Hamburger komplett in angenehme Temperaturen getaucht, ein bisschen Wolken, aber sonst die richtigen Brisen. Das Dockville durfte angenehm starten.

Was ins Auge und Ohr sprang:

Fink auf den großen Festival Bühnen zu sehen irritiert mich immer noch. Country. So ernsthaft. So gut. So ruhig und gekonnt. Ich staunte in der Sonne. Komisch, für mich waren die immer das Ding, das man jedem hinterher tragen muss.

Waving the guns machten den Rap, der in schwarzen Masken den Aufstand begleitet. Politisch, klar und endlich auch mit dem Flow, der das Zeug weit transportiert. Froh gewese,n das zu hören, zu sehen und zu wissen, dass man dazu tanzt. Jawohl, ja, so gehört sich das. Sowas von Antifa.

First Aid Kit waren der Country-Westcoast-Pop, den man so lange nicht vermisst hat, bis man ihn wiederhört. Dann ist es wieder da. Leicht, easy in feinster Ohrwurmqualität. In Zukunft werde ich mal wieder daran denken.

Erobique ist der, auf den sich alle einigen können. Heimspiel. Musik für Generationen. Tanzmucke, die hier bekannt ist und in meiner Heimat eher ein Exotendasein führt. Kennt kein Mensch vor meiner Haustür. Treibendes Zeug aus der Retrokiste. Sehr schön. Sehr angenehm zu erleben wie jeder mitsingen kann. So hatte ich mir das immer vorgestellt, so war es dann auch.

Nick Murphy ( Chet Faker). Der tut sich selbst gut. Bin gegangen, um dann hängen zu bleiben. Wollte nichts dazu schreiben und höre es in diesem Moment. Ach, was, das ist gut. Bleiben, Tanzen, rocken und denken, hey, das ist cool. Soul im weitesten Sinne. Auf einer rockigen Straße, die holprig beginnt, um dann zu rollen wie der Teufel.

Es war wärmer, es war voller, es war lauter und es ging länger und überhaupt war es Samstag. Der heutige, dritte Tag, muss einfach relaxter sein. Ich wünsche euch was.

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