Das alles ist erst der Anfang (Teil 3)

Ein Rückblick auf das Jahr 2018 und ein Ausblick auf 2019 (Teil 3 )

(Jahresrückblick Teil 1, Jahresrückblick Teil 2)

Jetzt wird es ernst. Und lang. Drei große Kapitel. Erstens: Ganz am Anfang findet sich alles, was man wissen muss, wenn man podcasten will. Alle Facts. Software, Hardware, Technik, Fakten, Fakten, Fakten.

Zweitens: Ich gehe nochmal jeden Podcast durch, schreibe etwas über meine Gäste, und die Technik, die dabei verwendet wurde. So dass man sich selbst ein Bild machen kann, wieso und weshalb und warum. Und ihnen gehört all mein Dank. Meinen Gästen.

Drittens: Ganz unten am Schluss, findet sich der Ausblick auf 2019. Das sind die Ankündigungen. Das wird kommen! Fett, neu, breit. (Ist nur ein kleiner Vorgucker, aber ihr dürft die Termine schon mal eintragen).


Erstens: Alles was ich übers Podcasten weiß, in einem Abschnitt:

  • Hardware:
    • Aufnahmegerät: Huawei P20 (Smartphone)
    • Mikrofon: Samsun USB Mikrofon (angenehmes Design, gute Klang-Qualität, aber rauscht stark)
    • Mikrofon: Maono Lavalier Microphone 7 Dual (Kragen bzw. Knopfmikrofon, helle Klang Qualität, starke anfällig für Nebengeräusche)
    • Mikrofon: Zoom H2next (wenig Nebengeräusche, gute, warme Klangqualität, Tischmikrofon)
  • Software:
    • Smartphone: Easy Voice Recorder (Android, Aufnahme App, einfach, intuitiv, gute Qualität, erste Wahl, nie geändert)
    • Smartphone: Boldbeast Recorder (Android, schneidet Telefonate mit, stark abhängig von Umgebungsvariablen – verwendete Telefone, Apps, die im Hintergrund laufen, Verbindungstechnik)
    • Apple bzw. PC: Audacity (wird tausend mal empfohlen, kann alles, muss vorsichtig gehandhabt werden, verschlimmbessert unter schlechter Handhabung auch mal, aber ist alternativlos).
    • Apple: Tagr (um die Informationen in der MP3-Datei zu editieren und ein Cover hinzu zu fügen, einiges kann auch Audacity, aber nicht alles)
    • Web: Zoom.us (Conference-Software für Ferninterviews. für alle Gerätetypen möglich, allerdings mit unterschiedlichen Optionen)
  • Web:
    • Selbsthosting: WordPress 5.x
    • WordPress Plugins: Seriously Simply Podcasting (wichtig: Erzeugt einen eigenen Feed fürs Podcasting!)
    • WordPress Plugins: (keine Rangfolge und auch nur bedingt wichtig fürs Podcasten) a3 Lazyload, Antispam Bee, Broken Link Checker, Contact Form 7, Cookie Notice, FooGallery , Lightweight Social Icons, Shariff Wrapper, Statify, Updraft Plus, Yoast SEO
    • Distribution: iTunes, Spotify, Radio.fm (dieses sind die wichtigsten Seiten, bei denen man sich mit seinem Podcast anmelden sollte)
  • Sonstiges (Adapter/Nice to have):
    • USB zu USB-C-Adapter (um USB-Mikrofone, aber auch USB-Sticks an das Smartphone zu schließen)
    • Audio – USB-C-Adapter (um analoge Mikrofone, eventuell auch mit Phantomspeisung/Kondensator-Mikrofone mit eigener Batterie an das Smartphone zu schliessen. Den Einsatz einer Batterie benötigt man beim Huawei P20 allerdings nicht).
    • Tote Katze/Windpuschel (für das Zoom H2next sollte man sich einen Windschutz zulegen, wenn man Außenaufnahmen machen möchte).
    • Einverständniserklärung: Wenn man Interviews machen möchte, dann benötigt man eine Einverständniserklärung des Gastes zur Veröffentlichung. Dasselbe gilt natürlich auch für Bildaufnahmen
    • Fragenkatalog: Vor allem Gäste, die noch nie ein Interview gemacht haben, möchten gerne ein Gefühl für die Fragen und den Ablauf bekommen. Hier macht es Sinn etwas vorbereitet zu haben.
    • Visitenkarten: Man braucht heutzutage eigentlich keine Visitenkarten, aber ich nutze sie trotzdem sehr gerne und habe auch das Gefühl, dass analoge, offline-Medien zu den empfehlenswerten Dingen gehören. Und ganz ehrlich: Ich bin stolz auf meine Visitenkarten. Wer eine will, darf mir gerne eine Mail oder einen Kommentar schreiben.

Zweitens: Meine Gäste sind die Besten! (was alles klappt und was schiefgehen kann)

Ich ging wie ein Punk an die Sache ran. Ich hatte immerhin ein Samsun Meteor USB-Mikrofon. Und das Samsun Meteor Mikrofon hat das schönste Design, dass man sich vorstellen kann. Es wirkt Vintage, Retro und absolut mobil. Das Stativ ist direkt integriert, und es lässt sich über ein USB-C auf USB-Adapter an ein Huawei P20 Smartphone anschliessen.

Mit diesem Mikro machte ich meine erster Aufnahme. Im Schlafzimmer! Podcast nannte ich das erst hinterher. Währenddessen saß ich darüber gebeugt, sprach langsam und nahm meine Worte mit dem Easy Voice Recorder auf. Es gab Stimmen, die mir hinterher erklärten, dass ich sonst nie so langsam rede.

Es war genauso, wie ich mir das in früheren Träumen vorgestellt hatte. Es war einfach Punk. Instrumente kaufen, loslegen, Plattenfirma finden, alles gut. (not so urban Podcast Nr.1)

Doch tatsächlich machte ich viele Fehler. Aber meine Gäste waren alle fantastisch. Sie zeichneten sich durch Geduld und Experimentierfreude aus. Sie bereiteten sich vor, sie widmeten mir Zeit, sie waren charmant, und ihnen gebührt alles Lob der Welt. Denn nur durch sie konnte ich alle Fehler kaschieren. Hatte ich ein Glück.

Mittlerweile habe ich in einigen Foren mitgelesen, mir Literatur zugekauft und versucht, etwas mehr zu erfahren. Und gewann den Eindruck, dass alles und jeder professioneller als ich an die Sache rangegangen ist. Das kann wirklich sein, aber andererseits – vielleicht erzählt hinterher auch keiner mehr, wie es wirklich war.

René Lober

Es war ein Wagnis, und ich werde ihm ewig dafür dankbar sein. Mein erster Interviewgast liess sich auf mich ein, obwohl ich nichts vorweisen konnte. Keine Erfahrung, keine ausgeklügelte Aufnahmetechnik – nichts. Und er unterstütze mich, killte das Rauschen und empfahl mir Audacity. Ich nutzte das Samsun, und winkte ab. Pah, Nachbearbeitung. Das ist ja nicht mehr authentisch. Ich wollte authentisch sein. Unplugged. Raw. Out of the Box. Technik: Samsun Meteor USB Mikro, Huawei P20. Fehler: Wir saßen unterschiedlich weit weg, der Raum hatte Hall, ich war zu laut (weil ich eigentlich ständig viel zu laut bin), René leiser. Er redete geübt, ich begann jede Frage mit einem zeitschindenden Okay. Und schwitzte Blut und Wasser. Ernsthaft. (not so urban Podcast Nr.2)

Bettina

Das Samsun Mikro hatte sich für mich als untauglich bewiesen. Ich wollte mich nicht mit Rauschen beschäftigen . Ich hatte Angst vor der Nachbearbeitung. Ich wollte mich auf keinen Fall da rein vertiefen. Ich bestellte das Maono Lavalier 7 Duo Mikro und setzte mich mit Bettina in einen Biergarten. Ich überredete sie zu einem Soundcheck, und das war keinesfalls ein Podcast, geschweige den ein Konzept. Bettina machte alles besser als ich beim ersten Mal, und ich war hinterher überrascht, wie sie das meisterte. Ich drängelte auf die Freigabe, denn im Grunde war ich neidisch. Technik: Maono Lavalier 7 Duo, Huawei P20 (ohne Nachbearbeitung sind alle Umgebungsgeräusche zu vernehmen. Im Kopfhörer treten diese in den Vordergrund, beim Autofahren ebenfalls.) (not so urban Podcast Nr.3)

Stella Delaney

Stella hatte mich erstaunt. Wir trafen uns auf der Buchmesse, suchten uns einen Platz auf einem Dachcafe der Buchmesse und saßen dort in einer stark frequentierten Umgebung. Allen Widrigkeiten zum Trotz, dem Kommen und Gehen der Menschen, der Hektik, die eine Buchmesse mit sich bringt, gab mir Stella ein Interview, dass einen sehr professionellen Charakter hatte. Und das lag im Grunde nur an ihr. Ich war ja sowieso nur begeistert. Meine Fragetechnik sind abgebrochene Sätze, halbe Statements, verschluckte Wörter und die Hoffnung, dass mein Gegenüber vernünftiger antwortet als ich frage. Sie machte das wunderbar. Technik: Maono Lavalier 7 Duo, Huawei P20 (not so urban Podcast Nr.4)

Vanessa Tolentino

Vanessa war eine meiner geduldigsten Gäste. Sie bereitete sich viel besser auf das Interview vor als ich. Während ich mich manchmal durch das Interview hanglte, weil ich meinen Fragenkatalog durcheinander warf, beantwortete mir Vanessa ruhig meine Fragen und lies sich nicht aus dem Konzept bringen. Es war mein drittes Interview, ihr erstes. Sich darauf einzulassen, gebührt allein schon Respekt. Und wir standen in einem leeren Gang der Buchmesse, der weder einladend, noch gemütlich war. Technik: Maono Lavalier 7 Duo, Huawei P20, alles noch unbearbeitet. (not so urban Podcast Nr.5)

Pixie Pix

Lena gehört zu den kreativsten Menschen, die ich kenne. Sie zu einem Interview zu bekommen, war mir eine verflixt große Freude, und ein wunderbares Wiedersehen. Wir trafen uns in Mannheim, und hätten wahrscheinlich noch eine ganze Weile weiterreden können. Und es ist oft so, dass vor und nach einem Interview noch soviel Potential ist, dass man sich ein zweites und drittes Mal treffen könnte.

Mit Pixie.Pix auf jeden Fall gerne wieder. Technik: Maono Lavalier 7 Duo, Huawei P20, alles noch unbearbeitet. Und deswegen knallt im letzten Drittel auch irgendwo Geschirr auf den Boden und wahrscheinlich fliegen dann die Fahrradfahrer unter meinen Hörern vom Bike. Ich möchte mich dafür entschuldigen. Hier bin ich wieder Punk. Das ist so. Das ist live, das machen wir ganz roh. (not so urban Podcast Nr. 6)

Anastasia Schiavo

Anastasia ist eine wunderbare Sängerin, deren Spannbreite von afrikanischem Gospelgesang bis zu russischem Liedgut reicht. Wenn ich fasziniert bin, dann bemerke ich gar nicht, wie trubelig und italienisch meine Umgebung ist. Und ich war fasziniert von ihr. Passiert mir immer wieder. Wir aßen gut, sprachen über alles mögliche, tranken einen trockenen Wein und ich war in der besten Laune. Der Laden war rappelvoll, ist nur zu empfehlen und atmosphärisch fand ich das unglaublich dicht. Technik: Maono Lavalier 7 Duo, Huawei P20, alles noch unbearbeitet. Wer es über Kopfhörer hört (und das machen wohl viele), der wird erschrecken, wie tief der Sound im Restaurantgeschehen ist und wie stark sich alles an die Oberfläche drängt. Ich liebe dieses Interview, aber ich habe nun ein bißchen Angst vor italienischen Restaurants (not so urban Podcast Nr.7)

Marie Pellisier

Mit Marie hätte ich noch stundenlang weiter reden können und es wäre mir nie langweilig geworden. Ich hoffe immer noch, dass ihr Fans sie bestürmen einen zweiten, dritten, vierten Band zu schreiben. Ich würde sofort wieder ein Interview machen, und dann würde ich es mir hinterher wieder anhören, und denken: Verflixt, sie ist so gut…Ich muss mich mehr anstrengen. Sie ist versiert, charmant, eine überzeugende Rednerin und ich war geneigt, mich einfach nur zurück zu lehnen. Dabei war Halloween und draußen sammelten sich die Kinder. Wir befanden uns in einer kleinen Buchhandlung mit angeschlossenem Cafe, und waren gerade dabei die Öffnungszeiten zu überschreiten. Im Grunde hätten wir das Gespräch schon viel früher beenden müssen, aber ich konnte das nicht, und dass das Kind der Buchhändlerin schrie, das war halt auch wieder für mich atmosphärisch dicht. Sage ich mal. Um nicht roh und laut und Punk über zu strapazieren. Technik: Maono Lavalier 7 Duo, Huawei P20 (not so urban Podcast Nr. 8)

Oliver Goedicke

Oliver hat mich technisch herausgefordert. Mal abgesehen davon, dass mich seine Prominenz durchaus einschüchterte. Der Mann hat soviel gemacht, dass weder die Zeit, noch das Format ausreichte. Und das schlimmste war: Er ist im Grunde ständig unterwegs. So blieb mir nur das Telefoninterview. Ich hatte noch niemals ein Telefoninterview gemacht! Noch nie! Ich hatte keine Ahnung. Ich wußte nicht, dass Aufnahmesoftware im Grunde gegen jeden Datenschutz verstößt und daher fast jede App, die das vorgibt soetwas zu können, eigentlich nichts taugt. Freunde empfahlen mir Zoom.us. Ich nutzte am Smartphone Boldbeast Record. Ich vermute, in dem Moment, in dem ich das schreibe, kann diese Software auch nichts mehr. Ich improvisierte aus dem Stegreif, war total hin und weg, was Oliver alles erzählte, und bin der Meinung, dass er für jeden Interviewer ein genialer Glücksgriff ist. Ich glaube, wir haben nicht mal an der Oberfläche seines Anekdotenreichtums gekratzt. Technik: Huawei P20, Boldbeast Record. Und nur kurz zur Info: Ich wohne am Rande eines verdammten Vodafone-Funklochs, und stand im Garten, der Wind wehte mir um die Ohren, ich schirmte das Handy ab, und wer meint, ich klinge dumpf, der hat recht. Ich klinge dumpf. Oliver hat alles gerettet (not so urban Podcast Nr.9)

Kaye-Ree

Ich bin ein Fan von Kaye-Ree. Wirklich. Ihre Songs tauchen seit Jahren immer wieder in meinen Playlists auf, und ich warte eigentlich nur darauf, dass sie endlich den Erfolg hat, den ich ihr wünsche. Umso verwirrter war ich, dass sie mir sofort zusagte, als ich nach einem Interview fragte. Sie war viel entspannter und gelassener als ich bei unserem ersten Gespräch. Ich war ziemlich aufgeregt.

Und war technisch null darauf vorbereitet. Da sie gerade mit „Voice of Germany“ beschäftigt war, blieb nur die Chance auf ein schnelles Telefoninterview, dass ich in einer Mittagspause einschob. Sollte man nicht machen, aber ich hing an diesem Interview. Während Boldbeast Record bei Oliver noch gute Arbeit leistete, stellte sich nun der technische Knackpunkt heraus: Es sind zu viele Faktoren, die das beeinflußen. Verschiedene Netze, Apps, die im Hintergrund laufen, und ähnliche Dinge. Telefonieren hat sich eigentlich heute eher zu einem ganz komischen, unzuverlässigen Ding entwickelt, und ich habe mittlerweile wirklich Sorge mich darauf zu verlassen. Technik: Huawei P20, Boldbeast Record (not so urban Podcast Nr.10)

Julia Herrmann

Julia weiß das wahrscheinlich gar nicht, aber ich bin fest davon überzeugt: Sie ist ein Star unter den Foodbloggern. Eigentlich partizipiere ich nur von ihr. Mit ihr ein Interview zu machen ist ein Traum. Zum Einen ist sie wortgewandt, formuliert druckreif, ist charmant, reich an Anekdoten, zum anderen macht es Spaß ihr gegenüber zu sitzen, mit ihr zu lachen, und – last but not least – sie erwähnt mich einmal auf ihrer Seite, und ich bekomme ständig, und immer wieder Besuch. Fortlaufend.

Ich kenne wenige Menschen, die so belesen, up to date, und im aktuellen Geschehen verankert und sicher sind, wie Julia. Daher könnte ich stundenlang und tagelang mit ihr über die unmöglichsten Sachen sprechen. Und eigentlich müsste ich sie jede Woche zu einem Interview drängen.

Und btw: Sie war eine der Ersten, die sofort zu gesagt hat. Ich hatte noch nicht mal ansatzweise etwas brauchbares ins Mikro gesprochen, da war Julia schon bereit. Ich war hin und weg. Technik: Huawei P20, Maono Lavalier 7 Duo (Ich sage es ungern, aber noch nie wurde eine Espressomaschine so gehasst, wie jene, die sich im Hintergrund lautstark bemerkbar machte. Ich musste lernen, das Podcasts Wegzehrung sind. Was bei mir über eine Anlage wie ein Hörfilm klingt, das funktioniert nicht über mobile Gadgets, kleine Boxen und Kopfhörer. Ich begann nach diesem Interview aufzurüsten. ) (not so urban Podcast Nr.11)

Naoufal Montassere

Naoufal Montassere ist in meinen Augen einer der begabtesten Gitarristen, die ich kenne. Er spielt akkurat, mit einem beeindruckenden Ehrgeiz und einer beneidenswerten Begabung. Ich bin ziemlich sicher, dass ich irgendwann einmal richtig damit angeben kann, ein Interview mit ihm gemacht zu haben.

Er war mein erster Interviewgast, mit dem ich alles richtig machen wollte: Ruhiger Raum, neues Mikro, relaxte Umgebung, keine Nebengeräusche.

Wir setzten zwei verschiedene Aufnahmetechniken ein. Etwas, was ich persönlich mittlerweile empfehle. Einmal das Zoom H2next, aber auch das Maono Lavalier 7 Duo. Das Zoom H2next dient erstmal als Backup, aber es kommt vor, wie auch hier, dass ich oder mein Gast sich eher für die Aufnahme des Zooms entscheidet. Allerdings musste ich nachträglich die Lautstärke mit Audacity regulieren. Das war das erste Mal, das ich mich überhaupt in das Thema Nachbearbeitung begab. (not so urban Podcast Nr.12)

Antje Kröger

Antje gehört zu den eigenständigsten Fotografinnen, die ich kenne, aber genau das macht ihr beeindruckendes Oeuvre aus. Mit ihr kam es zu dem ersten Ferninterview über Zoom.us. Und ich oute mich hier mal als technischer Dilettant. Noch nie zuvor hatte ich diese Software genutzt, hangelte mich durch und ging davon aus, dass alles von alleine läuft. Und so sprachen wir eine halbe Stunde lang, nur um fest zu stellen, dass ich nicht in der Lage gewesen war, den Aufnahmeknopf zu finden. Eine halbe Stunde Interview mit Antje ist ein Schatz an Anekdoten und ich hatte es vermasselt. Sie war nett, hilfsbereit und ertrug mein Chaos mit Fassung, um mir eines der interessantesten Interviews zu bieten, die ich bisher gemacht hatte. Antje hat mich gleichermaßen gefordert, wie bereichert. Technik: Apple Iphone Headset, Imac, Zoom.us (Zoom.us macht alles mögliche und ist der Podcaster liebstes Kind., aber Audacity gehört danach zur Pflichtübung, denn es muss viel nachreguliert werden) (not so urban Podcast Nr.13)

Mark Moody

Mark Moody ist ein Ausnahmetalent. Seine Klavierspiel und seine Herangehensweise an die Musik hat ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, und ich freute mich sehr, ihn endlich kennenzulernen. Wir trafen uns in einer Bar im Jungbusch. Wir waren die ersten Gäste, der Laden war ziemlich leer, die Bedienung erklärte uns irgendwann, dass sie keine Bedienung sei, sondern alles Self-Service und ich verbrachte einem meiner interessantesten Abende im Jungbusch. Das Interview mit Mark war erstaunlich problemlos, trotz Kneipenatmosphäre gab es kein technisches KO. Das Zoom H2next lief als Backup mit, aber am Schluss setzte ich den Ton vom Maono Lavalier 7 Duo ein. (not so urban Podcast Nr.14)

Madeleine Rieger

Madeleine hatte den Buchbloggerpreis im Genre Krimi und Thriller der Frankfurter Buchmesse gewonnen. Ich war neugierig, und wollte wissen, wie man das macht, wie das geht, und überhaupt. Ihre Professionalität überraschte mich genauso positiv, wie die Gabe innovativ eigentlich alles richtig zu machen. Ich hatte noch nie einen Bloggerpreis gewonnen, insofern war fast schon neidisch, aber sie hatte ihn auf jeden Fall verdient.

Wir nutzen Zoom.us und ich auf meiner Seite die Headphones vom Iphone. Hinterher jagte ich Audacity über die Spuren, aber etwas, was mir bei Zoom.us schon bei diesem Interview auffiel, verstärkte sich bei einem der folgenden. Die Übergange zwischen den Redebeiträgen verschwimmen, werden matschig und unsauber. Und ich weiß noch nicht , woran das liegt. (not so urban Podcast Nr. 15)

Jörn Mohr

Jörn bot mir eine Location, und ein umfassendes Wissen, und einen Erfahrungsschatz, denn ich noch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft habe. Bei ihm habe ich auch zum ersten mal eine Technik angewandt, die ich empfehlen kann.

Jörn ist ein ruhiger Gast, der sein Thema beherrscht und es schafft es ausführlich und interessant zu schildern. Er ist geübt, und ein Gesprächspartner, den nichts aus der Ruhe bringt, egal wie neugierig und unbefangen ich mich in das Thema begeben habe. Technik: Zoom H2next, Maono Lavalier 7 Duo, Audacity (in diesem Fall nutzte ich zum ersten Mal eine Mischung aus beiden Aufnahmemodi. Das Zoom hat einen warmen Klang, das Maono klingt konkreter und sauberer, dafür auch heller. Ich nahm alle Spuren und führte sie genau nebeneinander um sowohl die Nähe des Lavaliers, wie auch die voluminöse Wärme des Zoom zu nutzen. Das ist wahrscheinlich eine ungewöhnliche Vorgehensweise, aber erwies sich später bei einem weiteren Interview als der richtige Weg.) (not so urban Podcast Nr.16)

Julia Lauber

Julia hat eine kraftvolle, ausgebildete Stimme. Ihre Songs haben Potential, ihre Botschaft ist vielschichtig und kritisch. Es war an der Zeit mit dieser jungen Singer-Songwriterin ein Interview zu machen. Aber wir bekamen einfach keinen Termin hin. Zu viel war in unserer beider Leben los.

Wir entschlossen uns, es mit der Konferenz-Software von Zoom.us zu versuchen. So wunderbar die Lösung ist, so tückisch war sie im Detail. Das schöne an Zoom ist, das beidseitig eine Aufnahme gemacht werden kann. Sowohl auf dem PC des Gastes, wie auch auf dem Geräte des Interviewers. Womit ich nicht rechnete, das war der zeitliche Verzug, der sich bei beiden Aufnahmen einstellte, als ich sie mit Audacity aneinander fügen wollte. Was in der Theorie schön klang, forderte im Nachhinein mehr Arbeit als ich es gewohnt war und zum ersten Mal befand ich mich in einer Nachbearbeitung, die weit weg vom anfänglichen Punkfeeling war, und bedauerlicherweise wurde ich mir meiner Fähigkeiten bewusst. Was ich aus den beiden Aufnahmen formen konnte, war hörbar, aber nicht das Ziel. Und Julia hatte alles richtig gemacht, sie war gut zu verstehen, aber ich und Zooom.us, das braucht noch etwas Übung. Technik: Zoom.us, Iphone-Headphone, Audacity (not so urban Podcast Nr.17)

MC Stagerocka

Wenn ich sage, dass MC Stagerocka ein Toaster ist, dann denkt jeder an Weißbrotscheiben, die beidseitig gebräunt werden, aber selten hatte ich soviel gelernt, wie bei diesem Interview. Über Mannheim, über eine Szene, die ich kaum kenne, über Musik, und darüber, wie gefeiert wird, wenn er richtig loslegt.

Was ich bei vorherigen Interviews getestet hatte, konnte ich hier technisch vollkommen ausführen. Die Mischung aus zwei Quellen, die ich in Audacity zusammenfügte, ergab das beste Soundbild. Das Zoom H2Next und das Maono Lavalier formten ein gut verständliches , rundes Interview. Alles richtig, endlich. An einem Level angekommen, dass ich rundherum empfehlen kann. Das dürft ihr jetzt teilen, als meine Visitenkarte nutzen und ab hier wird es immer besser, geradezu genial. Sage ich mal. Hoffe ich mal. Und danke dem MC. Das hat er gut gemacht. (not so urban Podcast Nr.18)

Drittens: Was kommt – die nächsten Gäste!

Ausnahmsweise gibt es mal einen Ausblick auf den Januar 2019:

Am 02.01.2019 geht es um Tiger. Mehr verrate ich nicht, aber es wird megainteressant. Unbedingt reinhören.

Am 09.01.2019 stellt sich eine Fotografin vor, deren Werke mich schon lange begeistern. Wunderschöne Bilder, die es dabei zu entdecken gibt.

Am 16.01.2019 geht es mit Fotografie weiter. Ein junger Fotograf ist mein Gast. Wir sprechen über Streetfotografie und analoge Techniken. Ein spannendes, sympathisches Interview.

Am 23.01.2019 habe ich das Glück eine erfolgreiche Autorin vorzustellen. Kein Name vorerst, aber ihr dürft gespannt sein.

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