Buchmesse Impressionen 2.Teil

  • Wenn beim Kindle Desktop Publishing-Stand ganz einfach mal gesagt wird, dass ein Buchpreis von 3,99 Euro quasi die Schmerzgrenze der Käufer ist, dann macht man sich durchaus schon mal Gedanken, wie das eigentlich weitergehen soll. Zum Vergleich: In den Appstores erhöhen sich sukzessiv die Softwarepreise. Wer das beobachtet, wundert sich, wie der Preissturz für Autoren eigentlich überlebbar ist.
  • Anne Wizorek hat gestern in einer kleinen Talkrunde der ARD kurz die Streitschrift „Gendern?! – Gleichberechtigung in der Sprache – Ein Für und Wider“ aus dem Dudenverlag beleuchtet. Wer mit der Thematik nicht vertraut ist, bekam einen guten Einblick in die beiden Positionen. Das schöne daran war, wie unaufgeregt und sachlich die Diskussion verlief, und wie verständlich beide Standpunkte waren. Hat durchaus gefallen.
  • Julia Shaw stellte beeindruckend ihr Buch „Böse:Die Psychologie unserer Abgründe“ vor. In Sprache, Gestik und Selbstbewusstsein legte sie kurz da, wie nahe uns das Böse ist, und faszinierend dabei war die klare Erkenntnis, das Einsamkeit sicherlich der größte Faktor an der ganzen Geschichte ist, der dazu taugt, hier einen Irrweg einzuschlagen. 
  • Isteef ist mir auf Instagram schon eine Weile bekannt. Ich mag das sehr, was er dort zeigt, und wenn es einen Bananenkünstler gibt, dann ist es er. Ich habe ihn mit dem Blitz der Instax erwischt und muss mich dafür entschuldigen. Dafür sei er hier verlinkt und gelobt und auf jeden Fall sollte ihm jeder Folgen, was für eine Frage. Er ist einer der Netten. https://instagram.com/isteef
  • In dem Frankfurter Pavilion, den ich schon von der Architektur großartig finde, fand gestern Abend eine Lounge mit der Betitelung „Ursula“ (von Ursula K. Le Guin) statt. Schön zu sehen, dass SF nun ein eigenes Event auf der Buchmesse bekommt. Bedauerlich jedoch, dass es nicht prominenter besetzt war. Trotzdem war der Ansatz spannend, die Location gut, und der Wein auch nicht schlecht. Kann man gelten lassen.

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